Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Neue Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege

Montag, 26. Oktober 2009

Aufgrund des Rückgangs an Ausbildungsplätzen trotz steigenden Bedarfs an qualifiziertem Pflegepersonal, wurde nun in Hamburg sowie in NRW das Ziel gesetzt, diesem Mangel Abhilfe zu schaffen. In NRW werden lt. RWI bis zum Jahre 2020 50.000 zusätzliche Pflegekräfte im stationären und 27.000 im ambulanten Bereich benötigt. Um diesem Notstand entgegen zu wirken fordert u. a. die Gewerkschaft Verdi ambulante und stationäre Einrichtungen dazu auf, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und mehr Ausbildungsplätze anzubieten.

Um dies zu finanzieren, müssen die entstehenden Wettbewerbsnachteile gegenüber Einrichtungen, die nicht ausbilden, behoben werden, so der Sozialverband Deutschlands. Konkrete Finanzierungskonzepte seien bspw. durch die Integration der Ausbildungen von Alten- und Krankenpfleger gegeben, welche zu ca. 90% übereinstimmen.

In Hamburg wurde ein arbeitsmarktpolitisches Sonderprogramm ins Leben gerufen, das nach Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsausbildung neue Ausbildungsplätze finanziert, sofern es gelingt, diese Plätze soweit zu besetzen, dass eine Klassenstärke gewährleistet ist. Jede ambulante Pflegeeinrichtung kann an diesem Programm teilnehmen und von den Fördermöglichkeiten profitieren.

Qualitätsprüfung: Viele Pflegeheime erhalten nur die Note mangelhaft

Freitag, 09. Oktober 2009

Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK) hat seit Anfang Juli 1000 Heime einer Qualitätsprüfung unterzogen; mit erschreckendem Ergebnis!

Jedes 6. Altenheim weist starke Mängel in der medizinischen Versorgung, ebenso wie in der Altenpflege, auf. Hochgerechnet auf alle 10.300 Pflegeheime in Deutschland zählen damit bundesweit 800 Heime zum sog. „kritischen Bereiche“, lt. Vorstand des Spitzenverbands der Krankenkassen Dieter Voß. Obwohl sich 99,8% der Bewohner positiv über ihr Altenheim äußerten, wurde die Versorgung, insbesondere die demenzkranker Patienten, zumeist als ausreichend und sehr häufig auch als mangelhaft eingestuft.

Chef des medizinischen Dienstes Peter Pick bezweifelt jedoch die Aussagekraft der Heimbewohner, denn es sei bekannt, dass gerade Abhängige, wozu die Bewohner eines Altenheimes definitiv zählen, keine Kritik äußern.

Dies ist jedoch lediglich das Ergebnis ersten 1000 Prüfungen von Altenheimen. Die restlichen Pflegeeinrichtungen sollen schrittweise bis Ende 2010 geprüft werden.

“Ein neuer Blick auf die Pflege”

Montag, 21. September 2009

Fotoausstellung in zum Thema Pflege in Augsburg eröffnet

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt lenkt die Aufmerksamkeit der Gesellschaft derzeit nach Augsburg, wo das Altenheim St. Afra des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. derzeit Aufnahmen der Fotografin Julia Baier darstellt. Diese zeigen Pflegebedürftige und Pflegekräfte bei ihrer alltäglichen Arbeit und gelten nach außen auch als visuelle Begleitung der Pflegeversicherungsreform (Juli 2008). Hierbei soll der Wert der Pflege und des Pflegeberufs in den Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen gestellt werden und dabei gleichzeitig bestehende Berührungsängste mit der Welt der Altenpflege aufgelöst werden. Die vom Bundesgesundheitsministerium vor einem Jahr ins Leben gerufene Fotoausstellung wurde seither in fast 70 Gesundheits-/Pflegeeinrichtungen, wie bspw. Altenheime, Seniorenresidenzen und ambulanten Pflegediensten, dargestellt mit beträchtlichem Erfolg, denn sie hat Menschen die Augen für diejenigen geöffnet, die gepflegt werden und für die, die andere pflegen. Es gehe darum, so Ulla Schmidt, die Pflege in ihrem Kern zu verbessern. Es gilt Antworten auf Fragen wie was getan werden muss, damit ein alter oder älterer Mensch seine Selbständigkeit möglichst lange behält oder wiedergewinnt, zu finden und diese dann auch zur Zufriedenheit aller umzusetzen.